Schweiz und Frankreich schließen Steuerabkommen für grenzüberschreitende ‘Heimarbeiter’ ab

Schweiz und Frankreich schließen Steuerabkommen

Die Schweiz und Frankreich haben ein Abkommen über Grenzgänger geschlossen, die während der Coronavirus-Pandemie von ihrem Wohnort in Frankreich aus arbeiten.

Gemäss dem Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SFI) “gelten die Steuerabkommen zwischen den beiden Ländern weiterhin wie bisher, solange die ausserordentlichen Gesundheitsmassnahmen in Kraft sind“.

 Das bedeutet, dass französische Grenzgänger weiterhin so besteuert werden, als ob sie sich physisch an ihren Arbeitsplatz in der Schweiz begeben hätten.

Gemäss dem derzeit geltenden Besteuerungsregime werden die Steuern für G-Bewilligungsinhaber, die in anderen Kantonen als Genf arbeiten, von den französischen Behörden eingezogen. Wenn ihr Arbeitsort jedoch Genf ist, werden die Steuern in der Schweiz bezahlt.

Insgesamt pendeln etwa 87.000 französische Bürgerinnen und Bürger täglich zur Arbeit in die Schweiz, aber es gibt keine offiziellen Zahlen darüber, wie viele von ihnen derzeit von zu Hause aus arbeiten.

Die Bestimmungen des Abkommens sind bis zum 31. Mai gültig und werden von Monat zu Monat verlängert, bis Bern und Paris Gesundheitsvorschriften beenden, die die Freizügigkeit von Personen einschränken oder behindern. Beide Länder können die Vereinbarung jedoch jederzeit im gegenseitigen Einvernehmen kündigen.

 Das SFI sagte, dass es auch mit den Behörden in Italien, Deutschland und Österreich in Kontakt steht, um ähnliche Steuerabkommen abzuschliessen und die steuerlichen Verpflichtungen für grenzüberschreitende Heimarbeiter aus diesen Ländern zu klären.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*