Minister fordert zusätzliche Mittel für Schweizer Arbeitslosensystem

Minister Parmelin

Wirtschaftsminister Guy Parmelin sagt, es sei entscheidend, den Lockdown zu beenden und einen Zusammenbruch der Arbeitslosenversicherung zu verhindern, um die wirtschaftliche Erholung der Schweiz von der Coronavirus-Krise sicherzustellen.

MEHR LESEN: Coronavirus in der Schweiz

Parmelin sagte, die Regierung werde bei einem ihrer nächsten Treffen über eine zusätzliche Finanzspritze für die staatliche Arbeitslosenversicherung entscheiden.

Sollte dies nicht geschehen, würde dies zu einer geringeren Kaufkraft führen, warnte er.

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz liegt derzeit bei 3,3% und wird nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft voraussichtlich auf 4,1% steigen.

Arbeitslosensystem Schweiz

Rund 30% der Belegschaft haben nach einer teilweisen Schließung von Geschäftsaktivitäten Kurzarbeitsentschädigung beantragt.

Infrastruktur-Projekte

Parmelin forderte auch eine Beschleunigung der öffentlich finanzierten Infrastrukturprojekte und betonte die Bedeutung von Freihandelsabkommen mit anderen Ländern, um der Schweizer Industrie Zugang zu internationalen Märkten zu verschaffen.

Dies ist von zentraler Bedeutung, wenn multilaterale Organisationen blockiert werden und die Vereinigten Staaten zu einer “Go it alone”-Politik greifen“, sagte er der NZZ am Sonntag.

Parmelin wies Forderungen vor allem von der politischen Linken nach einem Konjunkturpaket zurück, sprach sich aber für die Abschaffung von Industriezöllen aus, um den Konsum zu fördern und die Preise, vor allem für exportorientierte Unternehmen, zu senken.

Aber seien wir ehrlich: Das Ausmaß der Wirtschaftskrise hängt von den internationalen Entwicklungen ab“, sagte er.

Das Parlament verabschiedete Anfang dieses Monats ein Hilfspaket im Wert von mehr als 57 Milliarden CHF (58,6 Milliarden Dollar) für die Schweizer Wirtschaft, um den Schock der im März verhängten Sperre abzufedern.

Parmelin bekräftigte erneut die Bedeutung koordinierter internationaler Anstrengungen in Krisenzeiten und sprach sich gegen einen Vorschlag der rechten Volkspartei aus, ein Abkommen mit der Europäischen Union über die Freizügigkeit der Arbeitnehmer zu beenden.

Die Regierung, mich eingeschlossen, ist gegen die Initiative, weil sie unsere Wirtschaft untergraben würde“, sagte er.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*